Trotz Pokal-Aus gegen Elversberg ein Highlight der 09-Geschichte

Über 400 zahlende Zuschauer sahen einen ungefährdeten 9:0-Sieg des hohen Favoriten 

 

 

Begrüßung der Spieler

Begrüßung der Spieler

Für die Spieler, die Fans und die Offiziellen des Fußballvereins Bischmisheim wird die Achtelfinal-Begegnung mit Regionalligist SV Elversberg das Spiel des Jahres und ein Highlight in der Vereinsgeschichte bleiben – trotz der deutlichen  0:9-Niederlage. Da lag für viele Rehböcke die Assoziation zum Geburtsjahr des FV 09 nahe, was scherzhaft auch so kommentiert wurde. Einig waren sich die Besucher trotz der neun Gegentore in der Beurteilung des Events in der Rehbock-Arena: Die Jungs um Trainer Andreas Ganz haben sich gegen die Profitruppe aus der Regionalliga achtbar geschlagen, der Verein hat von der Jugend bis zur AH eine sehr gute Visitenkarte abgegeben. So viele Kameraleute (SR-Fernsehen mit Mark Drum und Klaus Hennrich), Fotografen und Reporter belegten das große Medieninteresse an diesem Spiel. Schließlich war am zweiten Achtelfinalspieltag (nach dem 13:1 des FCS in Riegelsberg am Vorabend) die aktuelle Nr. 2 des Saarfußballs beim letztverbliebenen Landesligisten zu Gast – weiter auseinander standen sich in dieser Runde keine Teams gegenüber. Dass die SVE die einheimische Mannschaft bei Temperaturen um den Gefrierpunkt über 90 Minuten beherrschte, ihrer Favoritenrolle damit mehr als deutlich gerecht wurde und nur wenige Chancen für

Die Spielführer plus Schiri-Gespann bei der Platzwahl

Die Spielführer plus Schiri-Gespann bei der Platzwahl

einen Ehrentreffer der Bischmisheimer zuließ, mussten die über 400 zahlenden Zuschauer sowie alle Helferinnen und Helfer anerkennend feststellen. Das Schiedsrichtergespann mit Fabian Knoll, Christian Ahr und Marco Bentz hatte zudem wenig Mühe mit dem fairen Spiel. Der Glückwunsch der Gastgeber und die guten Wünsche für das Viertelfinale gehen an die Profis um Trainer Karsten Neitzel. Die ihrerseits nicht mit Lob für die perfekte Organisation in der Rehbock-Arena sparten. Vereinsvorsitzender Gisbert Schmeer strahlte ob der gelungenen Veranstaltung in der außen und innen neu gestalteten Stadion- und Clubheimanlage.

Eine Viertelstunde dem Druck standgehalten

„Ist das ein schönes Bild“, entfuhr es Vereinskassierer Uwe Blauth neben mir beim Anblick der übervollen Zuschauerseite gegenüber. Schon das Einlaufen von der Kabinenseite aus ein kleines Highlight – diesmal für die jüngsten 09-Kicker, die an den Händen der Spieler den Kunstrasen betraten. Der Gast „in Gold“, wie meine Enkelin Alicia die Trikotfarbe der „Elv“ bezeichnete, die Platzherren im gewohnten Rot. Ein erster Angriff der Einheimischen über Kapitän Eric Fuhr wurde vom ihm entgegenlaufenden Torwart Konstantin Fuhry mit einem Befreiungsschlag geklärt. Der Einwurf kam zu Christopher Schmitt. Doch dessen Schuss ging über das Tor. Ab dann beherrschte der technisch und körperlich überlegene Gast nicht nur das Mittelfeld – schnell, schneller, Elversberg. In der 8. Minute musste unser Tormann Norman Schmitt erstmals eingreifen. Bengalos auf der Gegenseite – zum Glück außerhalb des Zaunes abgefeuert – sorgten kurz für Aufmerksamkeit; später auf der anderen Seite auch das ebenso unsinnige Abschießen von Knallkörpern. Elversberg bestimmte logischerweise das Spiel. Angriff über rechts – Ecke. Einer der langen Kerls der Elv kam zum Kopfball, Schmitt parierte klasse zur erneuten Ecke. Wieder siegte ein Gästespieler im Kopfballduell, doch zum Glück knapp vorbei. Trainer Andreas Ganz munterte seine Spieler immer wieder auf, enger und konsequenter in die Zweikämpfe zu gehen. Doch der Respekt schien schon da sehr groß.

Ein Standard-Treffer als Dosenöffner

Hier war Daniel Gräff schneller am Ball

Hier war Daniel Gräff schneller am Ball

Nach etwas mehr als zehn Minuten ein viel versprechender Gegenstoß unserer Mannschaft, der durch einen Rückpass auf den Torwart entschärft wurde. Danach ging es sehr schnell in Richtung Bischmisser Tor. Doch noch blieb es beim 0:0. Das änderte sich in Minute 16. Schiedsrichter Knoll sprach Elversberg einen Freistoß aus halblinker Position ca. 22 Meter von unserem Tor entfernt zu. Bryan Robert Gaul (Nr. 7) und Kapitän Jan Washausen standen bereit. Und letzterer versenkte die Kugel im linken Eck – unerreichbar für unseren Keeper. Die Führung für den Regionalligisten. Während der letzte Pass der Hausherren nicht ankam, erhöhte die SVE jetzt den Druck. Drei Minuten nach dem 0:1 hieß es schon 0:2. Schneller Angriff über die rechte Seite, überlaufen, Flanke nach innen, wo der Ex-Forbacher und Ex-Zweitliga-Spieler Smail Morabit nur noch den Fuß reinzuhalten brauchte. Und kurz nach fast der dritte Treffer. Wieder setzten sich die groß gewachsenen Stürmer durch, doch die Querlatte rettete für uns, den „Nachschlag“ stoppte Yannick Heck auf der Linie mit anschließendem Befreiungsschlag von Sascha Jochum. Doch schon nach dem nächsten Angriff hieß es 0:3. Eine unglückliche Abwehr im Zentrum wurde zur Einladung für den Stürmer. Jungprofi Kai Merk (19) knallte die Pille in die Maschen. Wieder null Chance für den Tormann. Da die Gäste nach der klaren Führung keinen Deut nachließen, mussten wir weitere Treffer befürchten. Zunächst boxte Schmitt noch einen Hammer aus der Ecke heraus. Schon in der nächsten Szene misslang die Befreiung, der Ballverlust vor unserem Strafraum wurde gnadenlos bestraft. Nach 26 Minuten führte Elversberg durch den ersten Treffer des 1,90 m großen Mittelstürmers Johannes Hahn 4:0.

20 Minuten ohne Gegentor überstanden      

Trainer Andreas Ganz - hatten die Spieler zu viel Respekt vor der SVE?

Trainer Andreas Ganz – hatten die Spieler zu viel Respekt vor der SVE?

Jetzt erst schien die Profitruppe mal durchzuatmen, was auch unseren Jungs zum Verschnaufen half. Die „Balljungen“ von der U 23 durften mehrfach Bällen am Zaun nachjagen. Wieder mal ein guter Angriff der Rehböcke; der Ball kam zu Dennis Danopoulos – doch sein Abschluss ging gut einen Meter über das Tor. Das schnelle Umschaltspiel der Gäste, ihre hohe Laufbereitschaft setzten unseren Spielern weiter zu. Diesmal konnte unser Torhüter per Fußabwehr klären. Auf der Gegenseite eine (leider seltene) Kombination über mehrere Stationen, mit Foul gebremst. Freistoß Danopoulos – Ecke. Die nichts einbrachte, weil der Ball auf der gegenüberliegenden Seite ins Aus flog. Es blieb dabei: Wir gaben den Ball meist zu schnell wieder her – bei dem Druck der Profis ja auch kein Wunder. Dann war Pause. Nicht nur die Spieler sondern auch die Fotografen wechselten die Seiten…

Ex-BuLi-Profi Edmond Kapllani mit dem 7. Treffer

Der erste gefährliche Angriff in Halbzeit 2 gehörte Bischmisheim. Der Schuss von Danopoulos wurde noch abgefälscht, doch Schlussmann Fuhry machte sich lang und lenkte den Ball über die Latte. Kurz danach Philipp Regitz in aussichtsreicher Position, doch er kam nicht zum Abschluss. Elversberg machte es auf der anderen Seite besser. Flanke von links, Morabit war erneut zur Stelle und erzielte per Direktschuss das 0:5 (53. Minute). Nur 120 Sekunden dauerte es bis zum 0:6. Angriff über rechts, knallharter Schuss, Schmitt kann nur prallen lassen, Nachschuss – Tor. Es war Rahns zweiter Treffer. Wie so oft, ging es einfach zu schnell für unsere Jungs. Dazu die Passsicherheit des Gegners. Unsere sporadischen Angriffsversuche wurden meist schon im Keim erstickt. Trainer Ganz brachte jetzt Christian Buhl, der uns mit seinen Toren gegen Hasborn noch im Wettbewerb gehalten hatte, für Nils Burger. Der später meinte, selten in einem Spiel „so in der Luft gehangen“ zu haben… Schon fiel der siebte Treffer. Wieder ein Kopfball über unseren Tormann hinweg ins lange Eck – diesmal vom ehemaligen albanischen Nationalspieler und Bundesliga-Profi (KSC und Augsburg) Edmond Kapplani.

Chancen für den Ehrentreffer nicht genutzt – stattdessen Hattrick von Rahn

Oft hatten unsere Spieler das Nachsehen...

Oft hatten unsere Spieler (hier Daniel Diener) das Nachsehen…

Danach ein gelungener Angriff unsere Elf. Danopoulos weiter auf „Toffi“ Schmitt, weiter auf Buhl, der per Kopf nach rechts, wo Heck heranstürmte. Doch Torwart Fuhry begrub den Ball unter sich. Gegenzug, diesmal gut und konsequent verteidigt. In der 71. Minute ein weiterer Wechsel bei Bischmisheim. Für Jihed Labidi kam Daniel Staub. Bischmisheim im Angriff. Würde doch noch der Ehrentreffer gelingen? Freistoß Danopoulos, ein Verteidiger klärte zur Ecke. Diesmal gewann unser Kapitän Eric Fuhr das Kopfballduell, doch strich der Ball knapp über das Tor. Schade. Noch ein Wechsel: Für Heck brachte der Trainer Frederik Finkler (74. Minute). Ballbesitz Bischmisheim, Buhl legte quer zu Fuhr. Doch von zwei Verteidigern hart bedrängt, kam er nicht zum Torschuss. Langer Ball von Sascha Jochum auf Buhl, doch der Elversberger war schneller und luchste ihm die Kugel ab. Und drüben fiel das 0:8. Flanke von rechts auf den zweiten Pfosten, wieder Kopfball, diesmal ins kurze Eck. Schütze erneut Rahn. Wir haben auch noch eine gute Gelegenheit. Ein schöner Angriff über Philipp Regitz, der weiter auf Fuhr, Pass zu Schmitt. Doch „Toffis“ Abschluss fehlte es an Power, um den Tormann in Verlegenheit zu bringen (81.). Auf der Gegenseite wieder ein torgefährlicher Kopfball dank der Lufthoheit der Gäste. Diesmal an die Unterkante der Latte und dann klärte Norman Schmitt mit einer Faust. Doch das 0:9 konnte unser Tormann leider nicht verhindern. Tempo angezogen, keine Abwehrchance, Rahns Hattrick war komplett – sein insgesamt vierter Treffer (86.). Wir hatten auch noch einen Angriff, kamen gut in den gegnerischen Strafraum, doch dann vereitelte die Defensive des Regionalligisten auch diese Möglichkeit zur Ergebniskorrektur. Schiedsrichter Knoll pfiff die Begegnung pünktlich ab. Der Gast siegte 9:0 – auch in dieser Höhe nicht ganz unerwartet – und zog damit ins Viertelfinale des Sparkassen-Saarland-Pokals ein, das im Frühjahr 2018 (14. März?) ausgetragen wird.

Anerkennung für unsere Teams – auf dem Platz und drumherum

Unsere Spieler hatten alles gegeben und waren nach diesen laufintensiven 90 Minuten ziemlich platt. Ein bisschen weniger Respekt vor dem überstarken Gegner hätte der Truppe und dem Spiel gut getan. Dieses besondere Spiel hatte sich das Team redlich verdient. Der Blick ging allerdings schon einige Tage weiter in Richtung Auswärtsspiel in Altenkessel am kommenden Sonntag. Kein Wunder, dass später scherzhaft gesagt wurde, die Spieler hätten sich für dieses wichtige Match geschont… Die Elversberger und die Schiedsrichter – und später auch unsere Jungs stärkten sich anschließend an einer großen Portion Nudeln mit verschiedenen Soßen. Die Fans feierten das historische Ereignis noch einige Zeit drinnen und draußen. Fazit: Der FV 09 Bischmisheim ist auch für solche Großereignisse bestens gewappnet. Bedanken kann man sich besonders bei Rainer Kohl (Sportbetrieb) und Fritz Lagaly (Wirtschaftsbetrieb) und ihren jeweiligen Helferinnen und Helfern. Und bei über 400 zahlenden und wie man hörte zufriedenen Zuschauern.                                                                               rdg.

Foto: SVE und Reiner Buhl

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2 Antworten zu Trotz Pokal-Aus gegen Elversberg ein Highlight der 09-Geschichte

  1. In der Tat. Von Elversberger Seite auch ein Dankeschön dafür, dass der FV 09 die Wünsche des Gastes inkl. Nudel-Happening im geheizten Zelt bestens erfüllt hat…

  2. Habe in der Saarbrücker Zeitung gelesen, dass die SVE auf ihre Hälfte der Zuschauereinnahmen verzichtet hat. Finde ich eine tolle Geste.

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