Zweite Niederlage: Weckruf zur rechten Zeit?

Vermeidbar: 1:2 in Ludweiler – Leistung auf Brasche reichte nicht trotz Ballbesitz von 80 zu 20

 

 

Die Zeichen vor dem immer schweren Gang auf dem ungeliebten Tenneplatz in Ludweiler standen schlecht: Labidi und Regitz verletzt bzw. krank, Einsatz ausgeschlossen; Merk krank, aber immerhin auf der Bank; Burger wieder da und erst einmal in der Reserve eingesetzt; Danopoulos angeschlagen, meldete sich zwangsläufig dennoch einsatzbereit, zumal er sich zwei Tage nach seinem Geburtstag ein nachträgliches Geschenk machen wollte; dienstliche Verhinderungen beim Training unter der Woche und fehlende Spritzigkeit. Und vermutlich den fast ganz unten in der Tabelle der Landesliga stehenden Gastgeber ein wenig unterschätzt und deshalb die auch von Kapitän Fuhr in den „Rehbock News“ geforderten 100 Prozent Konzentration und Einsatzbereitschaft nicht abgerufen. Dazu zwei kapitale Fehler unserer Mittelfeldakteure, die jeweils eiskalt zu den Treffern des SVL ausgenutzt wurden. Und Ladehemmung bei unseren ansonsten treffsicheren Stürmern. Auf der Gegenseite eine alles in die Waagschale werfende Mannschaft, die nach Trainerwechsel unter der Woche dem „neuen“ Mann an der Linie zeigen wollten, dass sie zu unrecht auf dem drittletzten Platz stehen. Damit stand am Ende der 90 Minuten die zweite Saisonniederlage der Rehböcke. Die den „saaramateur“ nach seiner fetten Überschrift der Vorwoche („Rehböcke jagen die Liga“) jetzt zu einer weiteren Anleihe in der Jägersprache verführten: „Blattschuss“ für den Tabellenführer. Mit der Leistung unserer Truppe konnte niemand zufrieden sein, die Spieler nicht, die Trainer nicht und die Fans ebenfalls nicht. „Das war unterirdisch, was wir vor der Pause gespielt haben“, wird Rainer Kohl im „saaramateur“ zitiert. Gegen die massierte Defensive der Heimmannschaft gab es zwar in Abschnitt 2 Chancen en masse, aber eine 100prozentige habe ich nicht gesehen. Es fehlte die letzte Entschlossenheit. Was bleibt nach dieser vermeidbaren Niederlage? Ab sofort und für die letzten vier Liga-Spiele die Ärmel hochkrempeln und wie zuletzt wieder mehr als alles geben, damit der Spitzenplatz mit in die Winterpause genommen werden kann.

Umstellungen und Konzentrationsmängel

Ecke für Ludweiler - gut verteidigt

Ecke für Ludweiler – gut verteidigt

Das tatsächliche Wetter war besser als die Prognose. Trainer Andreas Ganz musste improvisieren. Erstmals wieder in der Startformation vor Torwart Norman Schmitt die Außenverteidiger Yannick Heck und Moritz Schliesing. Dazu die beiden Daniels in der Innenverteidigung: Diener und Staub. Benedikt Frantz rückte für den erkrankten Dominik Merk auf die linke Außenseite. Vor den Mittelfeldakteuren Dennis Danopoulos und Sascha Jochum agierten Eric Fuhr sowie die Stoßstürmer Christopher Schmitt und Christian Buhl. Bischmisheim spielte zunächst gegen die Sonne – nicht ganz einfache Sichtverhältnisse (siehe Titelbild). Erste Torannäherung durch Fuhr. Die Ecke brachte nichts ein. Dafür schon erstmals Alarm vor unserem Kasten. Doch der Abschluss ging knapp am linken Pfosten vorbei. Ein munterer Beginn, insbesondere von den Platzherren, die angriffslustig und zweikampfstark dabei körperbetont den Fight annahmen. In der Folge ein ständiges hin und her. Und in der 17. Minute bereits die Führung für Ludweiler, als der Rückpass von Danopoulos zur Vorlage für den gegnerischen Stürmer wurde und der keine Mühe hatte, Schmitt zum 1:0 zu überwinden. Die Gastgeber bleiben bissiger und kämpften um jeden Ball. Dennoch hätte Buhl in der 25. Minute den Ausgleich erzielen können, als ein hoher Ball über Feind und Freund hinweg kurz vor der Außenlinie aufsprang, unser Stürmer sofort abzog, doch den Schuss zu hoch angesetzt hatte. 30. Minute wieder eine Chance für unser Team. Doch bei seinem Kopfball nach Flanke Jochum kam Schmitt etwas in Rückenlage, so dass der Ball neben dem linken Pfosten ins Aus ging.

Zweiter haarsträubender Fehler, zweites Gegentor 

Bischmisheim kam nur schwer ins Spiel

Bischmisheim kam nur schwer ins Spiel

Es blieb dabei, dass unsere letzten Pässe nicht ankamen, Ludweiler auch kompromisslos dazwischenging und die Bälle nach vorne drosch. Unfassbar: In der 35. Minute bereits das 2:0 für die Warndt-Elf. Wieder war ein krasser Fehler – diesmal ein Rückpass von Jochum – vorausgegangen. Ball am sich nach vorne orientierenden Verteidiger vorbei gelegt und aus halblinker Position abgezogen. Unser Torwart war zwar noch dran, konnte aber den Einschlag im langen Eck nicht verhindern. Eine böse Überraschung für den Tabellenführer! Bei dessen Aktionen immer noch der Zufall regierte. Dann endlich mal ein guter Angriff. Fuhr tankte sich in Richtung gegnerisches Tor, wurde in die Zange genommen, kam wieder frei. Wurde dann jedoch von Schiedsrichter Becker abgepfiffen, womit er unserem Goalgetter den Vorteil nahm. Doch der Ärger darüber wehrte nur kurz. Denn nach einem Freistoß über die Mauer hinweg, kam „Toffi“ Schmitt an den Ball und schob ihn ins Netz (42. Minute). Nur noch 2:1 für Ludweiler. Auf der Gegenseite eine haarige Situation kurz vor unserem Strafraum oder schon drin? Als Diener und sein Gegenspieler zu Boden gingen, blieb der Pfiff zum Glück aus. Kurz darauf der Pfiff – ab in die Pause.

Eindeutiges Chancenplus

Schmitt oft von mehreren Gegnern umstellt

Schmitt oft von mehreren Gegnern umstellt

Mittlerweile war schon der dritte Ball im Spiel, bei dem unsere Elf weiter dem Rückstand hinter her lief. Buhl kam zum Abschluss – vorbei. Riesenchance Schmitt nach Flanke Diener – knapp über den Winkel. Fuhr auf Frantz, gute Flanke, Kopfball Schmitt – knapp vorbei. Auf der Gegenseite fast Geschenk Nr. 3, als wir wieder nicht konsequent zur Sache gingen. Doch Torhüter Schmitt klärte, ehe der Schiri nach Stürmerfoul auf Freistoß für den Gast erkannte. Ludweiler machte den Spielraum auf dem ohnehin kleineren Platz immer enger, so dass unsere Stürmer öfter im Abseits standen. Nach etwas mehr als einer Stunde kam Merk für Frantz. Und hatte kurz danach bereits eine gute Gelegenheit. Doch sein Schuss nach zu kurzer Abwehr rauschte über das Tor. Kurz darauf (70. Minute) Doppelwechsel aus dem fast schon letzten Aufgebot: Für Staub kam Gräff, für Schliesing Burger. Ludweiler fightete mit allem was ging. Und hätte sogar fast das dritte Tor erzielt. Doch Daniel Gräff blockte in letzter Sekunde den Schuss aus kurzer Distanz ab.

Trotz Brechstange kein Ausgleich 

Ludweiler nutzte jede Gelegenheit, um Zeit zu schinden...

Ludweiler nutzte jede Gelegenheit, um Zeit zu schinden, ohne dass der Schiri entscheidend eingriff.

Es spielte jetzt fast nur noch Bischmisheim, ohne dass zwingende Angriffsaktionen dabei heraussprangen. Jochum auf Burger, Flanke nach innen – Ecke. Kopfball Schmitt – wieder Ecke. Nein, Abstoß entschied der nicht immer sichere Unparteiische. Dann gerieten eine Verteidiger und Buhl aneinander – beide sahen Gelb. Dabei hatte der Spieler von Ludweiler ein Revanchefoul begangen. Bischmisheim versuchte es jetzt immer öfter mit der Brechstange. Spielaufbau in der Regel über die Verteidiger, dann auf Danopoulos oder vor allem Diener, der lange Bälle in den gegnerischen Strafraum schlug. Doch klare Chancen ergab das nicht. Im Gegenteil: einen Ballverlust und anschließenden Konter konnte Diener nur mit einem taktischen Foul bremsen – Gelb. Die hektische Schlussphase war auch für den jungen Schiri nicht einfach. Freistöße für Bischmisheim häuften sich, Ludweiler nutzte jede Gelegenheit, um Zeit zu schinden. Merk auf Schmitt – vorbei. Ecke Diener, Kopfball Merk am ersten Pfosten, knapp vorbei. Unbarmherzig rückte die Uhr auf die 90. Minute vor. Wieder ein guter Abschluss von Merk – drüber. Noch fünf Minuten signalisierte der Spielleiter. Doch für gefährliche Angriffe reichte es nicht mehr. Die Niederlage des Tabellenführers war perfekt. Und Ludweiler feierte den dank der besseren Einstellung nicht unverdienten Sieg ausgelassen.

Gegen SV Geislautern muss ein Sieg her

Am kommenden Sonntag kommt der SV Geislautern in die Rehbock-Arena. Gestern kam die defensiv recht starke Truppe über ein 1:1 gegen Püttlingen nicht hinaus. Aber gegen den Tabellenführer wollen alle Mannschaften gewinnen. Derzeit auf Platz 12, was nicht den Ambitionen von Verein und Team entspricht. Einfache Gegner und Spiele gibt es nicht, nicht mehr. Bleibt zu hoffen, dass den Trainern Ganz und Jastram am 5. November nicht wieder die Spieler ausgehen. Und dass die Jungs erkennen, dass sie den Kampf in jeder Begegnung annehmen müssen, um dann ihre spielerische Überlegenheit, für die sie zurecht gelobt wurden, auch in Tore umzumünzen. Anstoß zum vorletzten Spiel der Hinrunde ist bereits um 14.30 Uhr.                                                                                                            rdg.

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Eine Antwort zu Zweite Niederlage: Weckruf zur rechten Zeit?

  1. Solche Spiele gibt es immer wieder. Einfach abhaken und an die Leistungen der letzten Spiele anknüpfen.

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