Die Zwett: Erst gegen Ende wach geworden

2:3-Erfolg in Bliesransbach – Nach Führung in Rückstand und den erst spät gedreht 

 

 

Die Abwehr stand nicht immer sattelfest

Die Abwehr stand nicht immer sattelfest

Es schien zunächst so leicht: Vom Anpfiff weg übernahm Bliesransbach 2 das Kommando, Bischmisheim 2 verhielt sich eher abwartend und setzte den einen oder anderen Konter. Einer davon hätte in der 16. Minute zur Führung führen können. Als Brosius nach bewährtem Erfolgsrezept rechts geschickt worden war und flach nach innen legte. Doch Ackermann und Lipnitski waren zu weit nach vorne geprescht und bekamen den Ball im entstehenden „Getümmel“ nicht unter Kontrolle.

Auch die Defensive der Gastgeber machte Fehler

Auch die Defensive der Gastgeber machte Fehler

Der FV 09 war danach öfter im Angriff, machte dadurch aber auch mehr Platz für Angriffe der Hausherren. Das offenbarte wiederum die bekannten Schwächen in der Abwehr der 09er. Ihre Störmanöver waren häufig halbherzig, so in der 25. Minute, als ein Angreifer mit Beinschuss und zwei Abprallern bis in den Strafraum kommen konnte, dann aber weit drüber schoss.

Die Führung für die „Zwett“ in der 28. Minute entstand nach altem Erfolgsrezept, diesmal über links, wo Lipnitski „Betrieb“ machte, sich außen durchsetzte und flach nach innen legte, wo der mitgelaufene Hensel einschieben konnte. Dieses 0:1 schien die „Bischmisser“ Taktik zu bestätigen – kommen lassen und kontern. Doch zunehmend klarer wurde, dass die Hausherren nicht locker ließen und von den Gästen offenbar unterschätzt wurden. Und dann hatten diese auch nicht mit Schiedsrichter Becker gerechnet, der in der 35. Minute ein Abseits, Marke „klarer geht’s nicht“ übersah, das zum 1:1 für die Gastgeber führte, weil auch die Gäste-Abwehr den Betrieb kurz eingestellt hatte. Abseits ist erst, wenn der Schiri pfeift. Der Ausgleich motivierte Bliesransbach sichtlich und die 09er hofften der Halbzeit entgegen. Die kam pünktlich. Und mit ihr die Erwartung, dass sich die Gästeelf neu sortiert und den Gegner ernster nimmt. Nach der Pause kam dann der FV 09 mit Benjamin Schaus für Lipnitski aufs Spielfeld.

Starke Parade von Spross

Starke Parade von Spross

Die zweite Hälfte begann indessen wie die erste: Die Hausherren dominierten, wirkten entschlossener. Von Bischmisheim 2 kamen vorerst keine durchdachten Aktionen. Unerklärlich, dass das Spiel über die Flügel völlig vernachlässigt wurde. Alles lief durch die Mitte, Abspiele kamen nicht an, zu viele Einzelaktionen, zu wenig Spiel. Und, unerklärlich, offensichtlich immer noch das Gefühl, alles im Griff zu haben.

In der 52. Minute Abschlag vom „Raaschbacher“ Torwart, die Abwehr von „der Höh‘“ ist nicht formiert und wird von dem langen Ball überrascht. Spross kann ihn knapp zur Ecke lenken. Der Eckball kommt in Richtung Elfmeterpunkt, wo ein Angreifer am höchsten steigt und zum 2:1 einköpft. „Vorentscheidung“? Es sah zunächst so aus. Es war eher der Unfähigkeit der Einheimischen bei einigen Aktionen zu verdanken, dass die Gäste nicht klarer zurücklagen, denn ihr eigenes Verdienst. Der erste richtige Torschuss der „Zwett“ in Hälfte zwo wurde erst in der 64. Minute registriert. Es spricht jedoch für die Mannschaft, dass sie sich nach dem Rückstand allmählich „berappelte“. Die letzten 20 Minuten sollten es in sich haben.

Große Freude über den Siegtreffer von Brosius (vorne)

Große Freude über den Siegtreffer von Brosius (vorne)

Hensel machte den Anfang, er zirkelte in Minute 70 einen Freistoß aus etwa 30 m vor dem Heim-Tor an dessen rechtes Lattenkreuz – eine Art Weckruf. In Minute 72 kam Lipnitzki für Ackermann ins Spiel zurück. In Minute 74 rettete Spross spektakulär gegen Schuss und Nachschuss der Hausherren. Und in Minute 78 schien es, als hätte Hensel nun „die Faxen dicke“: Kein Anspielpartner, keiner greift ihn an, also hält er aus ca. 25 m drauf und zirkelt den Ball ins Dreieck zum 2:2. Die 09er entdeckten danach auch ihre Flügel wieder. In der 80. Minute wird Brosius rechts steil geschickt, scheiterte mit seinem Abschluss jedoch noch am Torwart. Wiederholung fünf Minuten später, mit dem Unterschied, dass „Brosi“ diesmal den Tormann „ausguckt“ und halbhoch rechts ins kurze Eck trifft. Spiel gedreht. Bleibt die Frage, warum die Zweite nicht von Beginn an konzentrierter in ein solches Spiel geht, mit einer Einstellung, die auch ihre vorhandenen spielerischen Fähigkeiten zur Geltung bringt. Kopfsache?

Ausnahmsweise nun aber doch noch ein Wort zur Spielleitung. Schiedsrichter Nico Maximilian Becker aus Saarbrücken hatte offenbar keinen guten Tag. Er war selten auf Ballhöhe, sein Aktionsradius beschränkte sich auf etwa 20 m links und rechts der Mittellinie. Er zeigte zwar 16 mal „Gelb“, jedoch war es nicht sein Verdienst, dass sich beide Teams ein insgesamt faires Kampfspiel lieferten.

Hans-Jürgen Purkarthofer

Fotos: HJP + Gisbert Schmeer

 

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