Ernüchterung bei der 1. nach erneuter Heimniederlage

Trainer Andreas Ganz hatte vor dem Team aus dem Völklinger Stadtteil gewarnt, das durch seinen ersten Sieg gegen Gersweiler sicher sehr motiviert auf die Höh’ kommen würde. Recht hatte er. Und alle, die den SV Geislautern nur nach dem Tabellenplatz beurteilten und gar als „Kanonenfutter“ einstuften, sollten eines Besseren belehrt werden. Nach 13 Abgängen und 13 Zugängen vor dieser Spielzeit formt nun ein neuer Trainer ein neues Team. Das mag die bescheidenen Ergebnisse in den ersten Spielen und den vorletzten Platz in der Tabelle erklären. Aus den beiden letzten Spielen holte Geislautern aber nun immerhin vier Punkte, der FV 09 aus zwei Heimspielen einen.

Das Spiel am „Tag der Einheit“ begann recht ausgeglichen. Beide Teams standen in der Abwehr kompakt und vor allem Geislautern ließ im Mittelfeld wenig Raum. Zwei Viererketten standen recht tief, verschoben sehr flexibel und geordnet mit den Angriffen der Hausherren. Bischmisheimer Angriffe endeten so in der Regel vor dem Gästestrafraum. Die Erste gewann zwar allmählich größere Spielanteile, musste aber auch ständig auf der Hut sein. So in der 17. Minute, als ein Gäste-Angreifer mit einer Steilvorlage geschickt wurde, der Schiedsrichter nicht Abseits entschied, Spross dem Angreifer entgegenlief, etwas zu spät kam, ihn aber so weit abdrängen konnte, dass der Winkel für einen Schuss zu spitz wurde und der Ball ins Aus rollte.
Natürlich war das ein Warnschuss. Und die Szene wiederholte sich in der 29. Minute fast identisch. Aus der Abwehr spielten die Gäste über rechts einen steilen Ball in die „Schnittstelle“ der „Bischmisser“ Abwehr. Der Versuch, das Leder abzufangen, geriet zur Vorlage für einen nachrückenden Angreifer, der freie Bahn zum Tor hatte und mit sattem Schrägschuss ins lange Eck zur Führung traf.

Pilarski

Die Serie an Verletzungen reißt nicht ab. Gegen Geislautern erwischte es Piotr Pilarski nach einem heftigen Tritt gegen die Hüfte.

Es spricht für die Moral der 09er, dass sie unverdrossen weiter nach vorne spielten und auch den Kampf annahmen. In der 37. Minute prallte Pilarski mit einem Gegner zusammen und zog sich eine Prellung an der Hüfte zu. Er musste in der 42. Minute passen. Für ihn kam Eric Fuhr. Der hatte sich noch nicht richtig akklimatisiert, als er nach einer Minute schon die gelbe Karte sah, weil er einen  Gegner, der ihn passieren wollte, festgehalten hatte.  Den folgenden Freistoß konnte Spross nur mit Mühe zur Ecke lenken. Die erste Hälfte war danach zu Ende. Geislautern hatte aus 1,5 Chancen ein Tor gemacht. Bischmisheim hatte in Hälfte 1 zwar mehr Spielanteile, aber keine Torchance.

Die zweite Halbzeit begann „zäh“. Geislautern ließ die Hausherren weiterhin nicht zu Entfaltung kommen. Einwürfe und Freistöße im „Niemandsland“ rechts und links der Mittellinie prägten die ersten Minuten. Und Geislautern lauerte – wie in den ersten 45 Minuten – ständig auf Kontermöglichkeiten. In der 52. Minute hatten die Gastgeber Glück, als ein Gegner zum Schuss kam, Spross geschlagen war, der Ball aber an die Latte krachte.

Dann hatte Ziegler in der 58. Minute die erste echte Torchance für die Heimelf. Endlich war es gelungen, ihn durch die dichte Abwehr hindurch anzuspielen, er konnte zwischen zwei Verteidigern auch noch bis zum Strafraum vordringen, aber sein Schuss geriet dann eher zur Rückgabe an den entgegen kommenden Gäste-Tormann. Der FV 09 kam danach mit steilem Spiel etwas öfter in den 16er von Geislautern.  Doch die vielbeinige Abwehr oder nicht verwertbare Zuspiele verhinderten vorerst einen Erfolg.

Strafraum

Bischmisheim bemüht aber glücklos.

Etwa eine Viertelstunde vor dem Ende begann dann eine eher unschöne Phase im Spiel, obwohl dem FV 09 in dieser Phase auch der Ausgleich gelang. Die Gäste begannen, das Spiel zu verzögern und versuchten, z.T. auch durch simulierte Verletzungen den Spielrhythmus der Gastgeber zu unterbrechen. Der Druck der Hausherren begann, Wirkung zu zeigen, die ersten konditionellen Probleme machten sich bemerkbar. In dieser Zeit zeigte auch Schiedsrichter Zemke einige Schwächen. Er bemühte sich mit einigen gelben Karten um eine souveräne Spielleitung. Er fiel aber eher durch einige zweifelhafte Abseitsentscheidungen auf. So in der 80. Minute, als Bohl hinter einer Steilvorlage her, eindeutig durch die Abwehrreihe rannte – eine Situation fast identisch mit der vor Geislauterns Führung in der ersten Hälfte. Er pfiff Abseits, wohl weil er Buhl zwei Schritte weiter vorne gesehen hatte, der aber nicht ins Spiel eingriff. Aber „Gerri“ kam doch noch zu seinem Tor. Danopoulos hob in der 83. Minute einen  Freistoß von der linken Strafraumseite in den Raum zwischen Tor und Abwehr. Dort spurtete Bohl hinein, kam vor dem Tormann an den Ball und lenkte ihn ins Netz.

Es bestand durchaus Hoffnung, dass noch alles gut werden könnte. Immerhin „winkten“ wegen Verletzungspausen und diversen Verzögerungsaktionen der Gäste noch einige Minuten Nachspielzeit. In dieser Schlussphase begann Bischmisheim nun endlich zu spielen – oder die Gäste konnten nicht mehr so erfolgreich stören. Gleich wie – in der 87. Minute hatten sie Glück, als ihr Tormann einen Kopfball von Buhl, nach schöner Flanke von Bier, gerade noch so an die Latte lenken konnte.

Die Strafraumszenen vor dem Gästetor waren häufiger geworden in den letzten Spielminuten. Die Gäste hatten keine mehr, aber in der 93. Minute noch einen Freistoß auf der rechten Seite vor dem Strafraum. Der knallte an die Latte des 09er Tors, kam senkrecht runter und prallte von einem Verteidiger ins Netz. Eine Minute später ertönte der Schlusspfiff. Die Spieler von Geislautern konnten ihr Glück eventuell gar nicht fassen. Aber sie hatten unstreitig viel investiert. Unsere Elf hatte indessen eine Niederlage – wieder einmal – nicht verdient. Man sagt, es gleiche sich alles aus im Leben. Nun denn, dann heißt es „nicht beirren lassen“, weiter arbeiten und den Spieß auch mal umdrehen. Nächste Woche wartet Bliesransbach.

Hauptsponsor

GVT_Gesellschaft_fuer_Vakuum-Technik_mbH

Premium Partner

malerbetrieb_juergen_rahmWesterfeld

Top Partner

Pirtekpizza_per_te
Pizzeria_Mamma_Mia

4 Antworten zu Ernüchterung bei der 1. nach erneuter Heimniederlage

  1. Die selbstherrlichen Schreiberlinge des FV 09 vertragen einfach keine Kritik.
    Ich auch nicht. Daher kündige ich meine Mitgliedschaft im Verein und im Förderkreis zum nächstmöglichen Zeitpunkt.

  2. Man kann die Kommentare gar nicht mehr ertragen. Und immer ist der Schiedsrichter schuld. Ich sah ein unterirdisches Spiel unserer Mannschaft und der Sieg der Gäste geht aufgrund der Torchancen voll in Ordnung. Die nächsten Spiele werde ich mir ersparen. Unsere 1. wird mit diesen Leistungen mit dem Abstieg zu kämpfen haben. Den Aufstieg kann man sich auch in dieser Saison abschminken.

    • Was auch immer Herr Altpeter gelesen bzw. verstanden hat, er ist ziemlich allein mit seiner Meinung und Wertung. Sei’s drum. Jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung. Nur schade, dass der Kommentator nicht bereit zu sein scheint, seine Meinung zu revidieren. Vielleicht schafft er das ja noch. Die Redaktion

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *