Zweifelhafte Elfmeter entscheiden für Püttlingen

 

Im Spitzenspiel der Landesliga Süd verliert mit Bischmisheim die bessere Mannschaft

 

 

 

Da gab und gibt es keine zwei Meinungen: Im Spitzenspiel der Landesliga Süd hat mit dem gastgebenden FV 09 Bischmisheim die bessere Mannschaft mit 1:2 verloren. Entscheidend für die unglückliche Niederlage bei April-Wetter im Mai waren die mangelnde Chancenverwertung der überlegenen Rehböcke gegen einen in fast allen Belangen enttäuschenden Liga-Primus und die schwache Schiedsrichter-Leistung, die in zwei zweifelhaften Elfmeter-Entscheidungen gegen die Heimmannschaft innerhalb von einer Viertelstunde gipfelte. Wie im Hinspiel, als wir beim Stande von 2:2 viele Torchancen vergaben, gelang es unserer Mannschaft wieder nicht, Kapital aus ihren Vorteilen zu schlagen und nach dem hochverdienten 1:0 durch Lennart Bohl nachzulegen und damit dem spielerisch unterlegenen Gästen den K.O. zu versetzen. Während der Sieg der Spvgg. Quierschied am 30. April in der Rehbock-Arena Ausdruck der Stärke des Teams von Markus Woll war, trat der Meisterschaftsfavorit FV 08 Püttlingen mit einem äußerst schmeichelhaften Erfolg die Heimreise an – noch ein Unentschieden und der Aufstieg in die Verbandsliga kann gefeiert werden. Für Bischmisheim bleibt nach dieser Niederlage ein bitterer Nachgeschmack. Dass der junge Schiri Jan Frevel aus Heusweiler – wieso schickt eigentlich der Obmann wie schon gegen Quierschied nicht einen erfahrenen Mann zu solchen Spitzenspielen? – im Blickpunkt der „Nachbesprechungen“ und der Kritik stand, hat er sich selbst zuzuschreiben. Denn beide Mannschaften hatten ihm die Leitung dank ihrer weitgehend fairen Spielweise leicht gemacht.

Überraschend defensiver Spitzenreiter

Wie so oft: Bischmisheim im Angriff

Wie so oft: Bischmisheim im Angriff

Das Topspiel Dritter gegen Erster fand trotz der drohenden Regen- und Gewitterwolken, die sich nach etwa einer halben Stunde auch in heftigen Niederschlägen ergossen, vor einer ordentlichen Kulisse statt: Über 150 Anhänger beider Lager hatten sich eingefunden. Bei unserem Team fehlte weiterhin Marcel Heilmann; dafür kam Omar Al-Azzawi nach einem Spiel Sperre wieder in die Mannschaft zurück und gab der Defensive über weite Strecken der Begegnung die erhoffte Stabilität. Nach rund zehn Minuten übernahm der von Trainer Rainer Heilmann bestens eingestellte FV 09 das Kommando. Auf meinem Zettel hatte ich schon früh gute Schusschancen von Alex Bernhard, Omar Al-Azzawi und Dennis Danopoulos. Bischmisheim machte das Spiel, der Gast zog sich in seine Spielhälfte zurück und versuchte sein Heil in langen Bällen, die jedoch selten die Abnehmer im Sturm (Bick oder Blass, Chouaib fehlte) erreichten. Hatte Spielertrainer Michael Alff etwa aus Respekt vor der Offensivkraft des FV 09 seinem Team eine abwartende Taktik mit dem bekannten Motto „Beton anrühren“ verordnet?

Bischmsiheim klar besser

Jedenfalls kannten die Platzherren nur den Vorwärtsgang und setzten Püttlingen zunehmend

Kapitän und Antreiber - Dennis Danopoulos

Kapitän und Antreiber – Dennis Danopoulos

unter Druck. Erst in der 24. Minute ein Konter nach einem Abspielfehler, den der zurückgeeilte Lennart Bohl klären konnte. Die bisher beste Möglichkeit hatte Kopfballungeheuer Daniel Staub, nachdem Kapitän Danopoulos den Ball vor der Außenlinie erobert hatte und seine Flanke von „Staubi“ knapp über das Tor geköpft wurde. Auf der Gegenseite sorgte einzig der trickreiche und schnelle Alexander Bick (Nr. 11) hin und wieder für etwas Gefahr. Insgesamt weiter Spielanteile von 80 zu 20 zugunsten der Nullneuner. In der 38. Minute versuchte der Gast erneut nach einem Fehler in der Vorwärtsbewegung zu kontern. Zum Glück trudelte der Ball jedoch am rechten Pfosten vorbei ins Aus. Diese Aktion munterte Püttlingen etwas auf, so dass die Partie in den letzten Minuten vor der Pause – mittlerweile im strömenden Regen – etwas ausgeglichener war. Das 0:0 nach 45 Minuten schmeichelte jedoch unserem Gegner.

Endlich: 1:0 durch Lennart Bohl

Mit viel Offensivdrang: Daniel Diener

Mit viel Offensivdrang: Daniel Diener

Schrecksekunde kurz nach Wiederanpfiff: Unser Torwart Florian Schwanke drückte im Luftkampf gleich zwei Spieler zu Boden – unglücklicherweise erwischte er seinen Kameraden Piotr Pilarski besonders heftig. In der 49. Minute hatte Ricardo Hamann die Chance zum 1:0 gegen seine künftige Mannschaft – wie unter der Woche zu hören war, will er nach Püttlingen wechseln… Leider hat der dynamische Außenstürmer, der anfangs mit Bernhard die Seiten wechselte, derzeit Ladehemmung. Sein platzierter Flachschuss ins lange Eck war zu schwach, um Püttlingens Torwart ernsthaft zu prüfen. Bischmisheim hat längst wieder die Position der Spiel bestimmenden Mannschaft eingenommen. Eine Flanke von rechts, ein Torpedo-Kopfball von Staub – vorbei. Kurz darauf Chancen für Daniel Diener und Bernhard. Und dann endlich die überfällige Führung. Eine schnelle Kombination über mehrere Stationen schließt Lennart Bohl im Stile eines Mittelstürmers zum 1:0 ab (58. Minute). Kurz darauf liegt das zweite Tor mehrfach in der Luft. Auch Piotr hat es auf dem Fuß, verzieht aber.

Elfmeter-Geschenk bringt 1:1

Trainer Heilmann wechselt und bringt Andreas Tide für Alexander Bernhard (60.). Freistoß Bischmisheim – Omar läuft an und schießt drüber. Julian Hollinger, der den Verein zum Saisonende Richtung Bübingen verlassen will, ackert und rackert; seine Schüsse werden jedoch immer wieder in letzter Sekunde abgeblockt. Püttlingen wankt, aber fällt nicht. Der Regen lässt nach, Bischmisheim nicht. Ricardo geht auf links durch, entgeht einem rüden Tackling nur durch geistesgegenwärtiges Hochspringen – der Schiri gibt Abstoß! Wieder eine Schusschance von Jule, abgewehrt; Ricco macht es auch nicht besser. Flanke Danopoulos, Hollinger kommt einen Schritt zu spät. Tide kurvt Richtung Strafraum, zweimal macht sein Gegenspieler den Textiltest – der gut postierte Schiri kriegt es nicht mit. Kurz darauf nimmt das Unheil seinen Anfang. Ein ungenauer Rückpass von Piotr nach Ballgewinn Richtung Torwart, Omar will klären, Püttlingens Bick riecht den Braten, hält den Fuß dagegen, erwischt den Ball, anschließend Omar ihn am Trikot – Elfmeter und Gelb. Aus dem Nichts in der 73. Minute die Gelegenheit zum Ausgleich. Die Gelegenheit nehmen Schiri (den muss er nicht geben) und der Mann mit der Nr. 11 (der sich geschickt als Opfer der leichten Attacke darstellt) wahr. Eiskalt verlädt der Gefoulte unseren Tormann und verwandelt zum 1:1.

 

Schock für unsere bis dahin klar überlegene Elf. Worte wie „lange Einbahnstraßenfußball“ (Ganz)

Nutzte seine Freiheiten: Piotr Pilarski

Nutzte seine Freiheiten: Piotr Pilarski

und „Wir haben doch Katz und Maus mit denen gespielt“ (Danopoulos) machen die Runde. Immerhin auch gelbe Karten für Püttlinger. Und endlich mal eine gute Aktion der Gäste, eines Meisterschaftsfavoriten würdig. Doch der Abschluss geht zwei Meter am Tor vorbei. Bischmisheim kommt wieder. Spielertrainer Alff räumt die Ecke ab. Gegenzug. Freistoß auf den neuen Mann im Team der Gäste; Kopfball – Flo hält sicher. Wieder Gelb für einen Püttlinger. Bischmisheims Aktionen fehlt es jetzt an der nötigen Präzision und Durchschlagskraft.

Noch ein Geschenk des Schiris – 1:2

Die Schlussphase mit der Entscheidung gegen das bessere Team: Ein Zweikampf an der Grenze zwischen Strafraum und Außenlinie. Daniel Staub klärt per Grätsche ins Aus – und erschrickt wie die Anhänger des FV 09. Ich kann Trainer Heilmann, obwohl selbst über die Unverfrorenheit des Schiris stinksauer, nur mit Mühe beruhigen. Gibt doch der junge Mann erneut Elfmeter! Als er dem Übeltäter die Gelbe Karte zeigen will, weiß er gar nicht, wer für das angebliche Foul verantwortlich war. Schließlich zeigt er Omar Gelb – was Gelb-Rot bedeutet. Dabei war der gar nicht an der Aktion beteiligt und wollte jetzt als Abwehrchef nur wissen, was er denn da gesehen haben will. Denn der Schiedsrichter stand auf der anderen Seite des Strafraums, folglich schlecht postiert! Wie auch immer. Die Nr. 11 läuft erneut an und verwandelt ins gleiche Ecke zum 1:2! Noch rund zwei Minuten zu spielen. Unfassbar. Am Ende nicht einmal eine Punkteteilung.

Mangelhafte Chancenverwertung und ein schwacher Spielleiter

Fazit: Wieder hat Bischmisheim dem wohl künftigen Meister seine spielerischen Grenzen aufgezeigt. Und wieder konnte sich unsere Mannschaft dafür nicht belohnen. Wieder richtet sich der Zorn gegen den Unparteiischen – siehe oben. Komm’ mir jetzt keiner mit dem Hinweis „schlechter Verlierer“. Schon bei unserem Sieg (!) im Oktober in Kleinblittersdorf hat der junge Mann eine indiskutable Leistung geboten, waren wir trotz des Erfolges ziemlich aufgebracht. Nichts dazu gelernt – das musste ich gestern feststellen. Klar, die Spielleitung ist kein leichtes Amt; zumal in solchen Partien. Aber man tut einem Nachwuchsmann nun wahrlich keinen Gefallen, wenn man ihn in solche „Schlachten“ schickt. Hier sind die einteilenden Obleute gefordert. Und – ganz klar – die Vereine, weitere, bessere junge Männer für die Schiedsrichtergilde zu werben.

rdg.

Fotos: Alexander Brosius (4), rdg (1)

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7 Antworten zu Zweifelhafte Elfmeter entscheiden für Püttlingen

  1. @ KLB
    Das sagt jemand , der unter einem Trainer namens Bähr spielt ?
    Ich lach mich weg 😀

    Bitte erst mal vor der eigenen Haustür kehren …
    Außerdem ist Jürgen Klopp doch auch “ authentisch“ und “ mit Herzblut dabei “ , also sehe ich da
    kein Problem .

  2. Der Satz im Spielbericht „Ich kann Trainer Heilmann, obwohl selbst über die Unverfrorenheit des Schiris stinksauer, nur mit Mühe beruhigen“ sagt ja alles.
    War bei uns in Kleinblittersdorf genau wie in Bheim das selbe!

    • Hallo lieber Rocky, KLB und Balboa, ich wusste gar nicht, das ich so in aller Munde bin. Ich würde euch drei gerne zu einem Bierchen einladen, ihr würdet dann feststellen, das ich ein ganz lieber bin, na wie wärs, die Einladung steht.
      Viele Grüße
      Rainer Heilmann

  3. rocky, wie recht ich dir geben muss…

    • @KLB & Rocky
      Bei den nächsten Spielen könnt Ihr euch ja mal nur so zum Spaß hinter die Trainer -Bank, meistens im Tor an der Außenlinie, stellen, dann würdet Ihr mal mitbekommen, was sich unser Trainer so alles anhören muss, bevor er sich dann zu Recht wehrt. Schimpftiraden übelster Sorte muß er dulden.Was sich hier einige erlauben, ist eine Sauerei. Gerade KLB spricht von Verfehlungen unseres Trainers. Ich denke auch an das Spiel in KLB und zu Hause bei uns. Euer Trainer Bähr und euer Spieler Mootz ,auch eure Zuschauer sind dermaßen beleidigend vorgegangen, das jeder normale Mensch irgendwie einmal reagiert, nach eurem 1:0 hat euer Trainer provozierende Gesten gegenüber Heilmann gemacht, das auch noch hinter seinem Rücken,das hat jeder gesehen, du wahrscheinlich nicht, KLB. Mootz hat sich nach seinem Tor vor unseren Trainer gestellt und hat ihn mit einer Geste und einem Schimpfwort unterster Gürtellinie beleidigt,
      was soll das ganze, dann urteilt ihr nur über Heilmann? Gegen Quierschied war es ja noch schlimmer, da ist er nur von seinem Stuhl aufgestanden, sind hier schon Schimpfwörter übelster Sorte gefallen, von den rassistischen Beschimpfungen gg. Rico mal abgesehen. Rainer Heilmann ist einfach authentisch, Gott sei Dank, er ist mit ganzem Herzen bei seiner Mannschaft, und außerdem ein ganz feiner Kerl.

  4. Jawoll Rocky, Fan oder wie auch immer du dich nennst, versuche es doch mal mit Feigling. Wenn es wirklich so wäre, dann dürften Dortmund oder Chelsea keine Spiele mehr gewinnen.

  5. Vielleicht ist euer Trainer mit seinem unwürdigen Benehmen und seiner provokativen, frechen und unrespektablem Verhalten an der Seitenlinie selbst Schuld das Entscheidungen des Schiris gegen euch fallen

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